Encore une fois…?

Du hast Dir offensichtlich mein Profil angesehen und einen Kommentar zu einem meiner Fotos hinterlassen, in Form einer Flamme.

Als ich Dein Profil aufrufe, ist mir nicht klar, dass sich dahinter eine Frau verbirgt. Eine, die ganz genau weiß, was sie will und ebenso, was nicht. Ich mag Menschen, die klar definieren, was sie wollen. Dein Foto ruft eine Erinnerung hervor. An ein Wesen aus der Vergangenheit. Eine reizvolle Erinnerung. Schön war es geweseen, damals.

Einmalig…ohne den speziellen Reiz, dies zu wiederholen. Ohne den Wunsch, mich näher mit ähnlichen Gedanken zu befassen.

Zwanzig Jahre später betrittst Du meine Kink-Welt und hinterlässt Neugier. Warum? Dein Profilbild zeigt mir wenig. Es lässt jedoch erahnen, dass dieser Körper eine Ähnlichkeit mit jenem, damals für mich perfekten, hat. Ich lese, scrolle weiter zu Deinen Daten. Diese bestätigen meine Vermutung, wie der Rest Deines Körpers aussehen könnte und lösen ein Gefühl aus. Nein, mehrere.

Ich erwische mich gedanklich dabei, dass ich darüber nachdenke, ob Deine Kinks auch meine werden könnten…oder besser gesagt, ob meine dominante Seite vielleicht besser zu einem weiblichen Wesen passt, als zu einem männlichen. Nach einer Weile komme ich zu dem Schluss, dass es das eigentlich nicht ist. Es ist die Augenhöhe, die Du ungesagt forderst. Es ist die selbe Augenhöhe, die mein Online-Sub fordert, so lange wir nicht im geschriebenen miteinander spielen. Eben jene, die ich grundsätzlich auch fordere, solange ich mich nicht explizit auf eine andere Ebene begebe. Respektvoll.

Während ich kurz mit meiner Oberflächlichkeit bezüglich Deiner Figur hadere, straft meine Phantasie mit Bildern dieses hadern Lügen. Sapio hin oder her, das visuelle spielt eine Rolle, ob ich nun hadere, oder nicht. Ich erwische mich dabei, wie ich mir eine Session vorstelle.

Wie wäre das, eine Frau zu dominieren? Wäre es anders? Es wäre allein schon anders, weil sich meine Bedürfnisse verlagern würden…der Fokus wäre komplett auf der Dominanz und bei der anderen Person.

Das Wissen über den eigenen Körper, die eigene Lust übertragen auf den anderen Körper, die andere Person. Im positiven Sinne. Möglichst.

Plötzlich fällt mir die Parallele zu damals auf. An jenem Abend habe ich das ganz selbstverständlich gemacht…ihre Lust war mein Ziel. Daraus entstand wiederum meine. Intuitiv übernahm ich die Führung, nahm mich gänzlich zurück und genoss das, was ich damit erreichte.

Lust entsteht im Kopf. Immer.

Damals war ich um einiges freier in meinen Gedanken…getreu dem Motto „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich recht ungeniert“ nahm ich mir schlicht die Freiheit, neugierig zu sein, auszuleben, ich zu sein. Und es war gut. Ich war manchmal erstaunt, aber ich bereue nichts aus dieser Zeit. Es gibt auch nichts zu bereuen, was Spaß macht und niemand anderem schadet.

Nun gebe ich mich diesen Gedanken noch ein wenig hin und genieße die Bilder im Kopf, während ich darüber nachdenke, ob ich mich auf eine Konversation einlasse…

Vielen Dank für’s lesen ❤

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